Führungen in Sachseln

Anlässlich der «Europäischen Tage des Denkmals» finden Sonderführungen in der Wallfahrtskirche, der Grabkapelle und im Museum Bruder Klaus Sachseln statt

Macht und Pracht

Ziel der diesjährigen Denkmaltage ist es, die historisch ebenso vielfältigen wie vielschichtigen Bezüge von Macht und Pracht aufzuzeigen. Wie variabel und komplex sich das Verhältnis von Macht und Pracht im Lauf der Geschichte ausformuliert hat, lässt sich anhand der Gestalt von Bruder Klaus aufzeigen.

Baudenkmale, ihre äussere Erscheinungsweise ebenso wie ihre innere Ausstattung sind nicht einfach zeitenthobene "prächtige Kulturgüter", sie können und sollen auch als Ausdruck herrschender Machtverhältnisse, konkreter politischer, sozialer und wirtschaftlicher Strukturen gelesen werden. Wie ist in ihnen Macht codiert? Und spiegelt sich in ihrer Pracht auch deren Legitimität? Und die Verantwortung, die mit Macht immer verbunden ist? (...)

Als Eremit im Ranft zeichnete seine (Niklaus von Flüe' s) Macht gerade der völlige Verzicht auf Pracht aus. Die Überlieferung, wonach ein Stein ihm als "Kopfkissen" gedient haben soll, ist dafür vielleicht der sprechendste Ausdruck. Bei seiner Verehrung dagegen wurde mit dem Bau der Sachsler Pfarr- und Wallfahrtskirche im 17. Jahrhundert durchaus auf Pracht gesetzt, ebenso bei der barocken Fassung seiner Reliquien. (...)

Die Neufassung des Skeletts durch Meinrad Burch-Korrodi setzte 1934 dem sachlichen Zeitstil entsprechend ganz auf Schlichtheit. Die adäquat moderne Präsentation erhielt dessen Figuren-Sarkophag freilich erst in dem von Alois Spichtig 1976 geschaffenen, dem Liturgieverständnis des zweiten Vatikanischen Konzils entsprechenden, blockartigen Zelebrationsaltar. Das Museum wiederum, das dem Nationalheiigen gewidmet ist, befindet sich – Ironie der Geschichte – in einem der stattlichsten privaten Wohngebäude des Kantons Obwalden,  dem Peter Ignaz-von Flüe-Haus, aus dem späten 18. Jahrhundert. Reich wurde sein Erbauer, wie mehrere Innerschweizer Patrizierfamilien, ausgerechnet durch das Söldnerwesen, gegen das sich Bruder Klaus in seiner Zeit entschieden gewandt hat.

Macht und Pracht können sich sowohl gegenseitig bestätigen wie widersprechen. Das jeweilige Verhältnis der Begriffe zu befragen, ist eine allzeit junge Aufgabe. Denn es gilt, die auf uns gekommenen Baudenkmale, die ja unsere Zeitgenossen sind, gleichermassen als Zeitzeugen zu verstehen und auch ihren Beitrag in die aktuelle Diskussion um Fragen bezüglich Macht und deren Repräsentation einzubringen. Die Tage des Denkmals bieten eine attraktive Gelegenheit dazu.

aus «Gedanken zum Auftakt» in der Innerschweizer Broschüre zu den Europäischen Tagen des Denkmals von Urs-Beat Frei, Dozent an der HSLU Technik und Architektur und Experte für christliche Sakralkunst und -kultur. Als das ist er auch als unabhängiger Berater tätig. Er lebt in Luzern.


Pfarr- und Wallfahrtskirche Sachseln (Bild: Bruder-Klausen-Stiftung Sachseln)

Pfarr- und Wallfahrtskirche Sachseln (Bild: Bruder-Klausen-Stiftung Sachseln)

Wallfahrtskirche und Grabkapelle Bruder Klaus

Die heutige Pfarr- und Wallfahrtskirche Sachseln verdankt ihre Entstehung der Freude der Obwaldner über die Seligsprechung von Bruder Klaus (1417−1487) im Jahre 1649. Wegen der wachsenden Pilgerzahl war die alte Kirche zu klein geworden. Der neue, frühbarocke Bau mit Einflüssen der italienischen Renaissance wurde 1672 bis 1684 unter der Leitung von Meister Hans Winden aus Ruswil erstellt.
Bruder Klaus war im Schiff der mittelalterlichen Vorgängerkirche, deren Achse quer zur heutigen, mitten durch den Chor verlief, begraben worden. Später entstand durch einen Kapellenanbau um das Grab ein freier Raum, der nach der Übertragung der Reliquien in die neue Kirche zu einer selbständigen Kapelle umgestaltet wurde.

Die Führung gibt Gelegenheit, den baulichen Zeugen der Bruder-Klausen-Verehrung nachzuspüren.

Grabkapelle Innenansicht (Bild: Bruder-Klausen-Stiftung Sachseln)

Grabkapelle Innenansicht (Bild: Bruder-Klausen-Stiftung Sachseln)

Drei Männer. Drei Welten. Peter Ignaz von Flüe, Albrecht von Bonstetten, Niklaus von Flüe

Zum Jubiläum 600 Jahre Niklaus von Flüe zeigt das Museum Bruder Klaus Sachseln in Haus und Garten die Sonderausstellung «Ins Zentrum. Radbilder und Räderwerke» mit Werken von 18 Künstlerinnen und Künstlern. Sie geht vom Betrachtungsbild von Bruder Klaus und von der ersten Karte der Eidgenossenschaft seines Zeitgenossen und Besuchers Albrecht von Bonstetten aus. Der Raum «Zwei Bilder. Zwei Männer. Zwei Welten. Begegnung im Ranft» blendet zurück ins 15. Jahrhundert.

An der Veranstaltung im Rahmen der Europäischen Tage des Denkmals wird als dritter Mann zusätzlich Peter Ignaz von Flüe thematisiert, ein Nachkomme von Bruder Klaus und Erbauer des prächtigen Wohnhauses von 1784, in dem sich heute das Museum befindet.

Museum Bruder Klaus Sachseln

Museum Bruder Klaus Sachseln

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Grabaltar (Bild: Bruder-Klausen-Stiftung Sachseln)

Grabaltar (Bild: Bruder-Klausen-Stiftung Sachseln)


Restaurierter Original-Rock von Niklaus von Flüe (Bild: Bruder-Klausen-Stiftung Sachseln)

Restaurierter Original-Rock von Niklaus von Flüe (Bild: Bruder-Klausen-Stiftung Sachseln)


Votivtafeln in der Grabkapelle (Bild: Bruder-Klausen-Stiftung Sachseln)

Votivtafeln in der Grabkapelle (Bild: Bruder-Klausen-Stiftung Sachseln)


Ursprüngliche Grabstätte in der Grabkapelle (Bild: Bruder-Klausen-Stiftung Sachseln)

Ursprüngliche Grabstätte in der Grabkapelle (Bild: Bruder-Klausen-Stiftung Sachseln)


Blick in die Ausstellung «Niklaus von Flüe – Vermittler zwischen Welten» im Museum Bruder Klaus Sachseln (Bild: Museum Bruder Klaus Sachseln)

Blick in die Ausstellung «Niklaus von Flüe – Vermittler zwischen Welten» im Museum Bruder Klaus Sachseln (Bild: Museum Bruder Klaus Sachseln)


Gesichter des Heiligen in der Ausstellung «Niklaus von Flüe – Vermittler zwischen Welten» im Museum Bruder Klaus Sachseln (Bild: Museum Bruder Klaus Sachseln)

Gesichter des Heiligen in der Ausstellung «Niklaus von Flüe – Vermittler zwischen Welten» im Museum Bruder Klaus Sachseln (Bild: Museum Bruder Klaus Sachseln)


Kontakt

Fachstelle für Denkmalpflege und Archäologie
Brünigstrasse 178
CH-6060 Sarnen
Tel.: +41 41 666 62 51
www.denkmalpflege.ow.ch

Nationale Informationsstelle zum Kulturerbe
Kohlenweg 12
Postfach 111
CH-3097 Liebefeld
Tel.: +41 31 336 71 11
www.nike-kultur.ch

www.hereinspaziert.ch

 

 

Isabelle Chassot, Direktorin Bundesamt für Kultur
«Niklaus von Flüe bleibt bis heute eine Inspiration für uns. In seiner Suche nach dem Frieden und der Versöhnung zwischen den Menschen gibt er uns eine hilfreiche Botschaft für unser Zusammenleben.«
Isabelle Chassot, Direktorin Bundesamt für Kultur
Anastas Odermatt und Michaela Klaus, Co-Präsidium Jungwacht-Blauring Schweiz
«Mehr Ranft ist für uns von Jungwacht Blauring ein Aufruf zu mehr Innehalten, mehr Aufhorchen, mehr Gemeinschaft – ein Aufruf zu Friede, Gerechtigkeit und Solidarität. Dazu rufen wir auf – auch an unserem alljährlichen Ranfttreffen.»
Anastas Odermatt und Michaela Klaus, Co-Präsidium Jungwacht-Blauring Schweiz
Christiane Faschon, ehem. Generalsekretärin Arbeitsgemeinschaft christl. Kirchen in der Schweiz
«Niklaus von Flüe ist Vielklang der Begegnung: Mit sich selbst, mit seiner Frau Dorothea, mit seinen Kindern, mit den politisch Verantwortlichen und dem Geheimnis Gottes. Keine dieser Begegnungen lässt sich aus der Melodie seines Lebens und Wirkens lösen.»
Christiane Faschon, ehem. Generalsekretärin Arbeitsgemeinschaft christl. Kirchen in der Schweiz
Christiane Leister, Verwaltungsratspräsidentin Leister Technologies AG
«Niklaus von Flüe ist in unserer vorwiegend materiell ausgerichteten Welt eine Leitfigur mit tiefgreifenden Werten und Visionen. Er überzeugt als Vorbild, Mystiker und Mittler. Seine spirituelle Kraft und menschliche Klugheit geben uns auch heute noch wertvolle Denkanstösse und wegweisende Orientierung.»
Christiane Leister, Verwaltungsratspräsidentin Leister Technologies AG
Andrew Holland, ehem. Direktor Pro Helvetia Schweizerische Kulturstiftung
«Die Ranft geht auf Tour durch die ganze Schweiz! Ich freue mich auf die Begegnung mit dem Menschen und der Legende Niklaus von Flüe, auf ein Jahr in Stille und Dialog, tiefgründig und anregend.»
Andrew Holland, ehem. Direktor Pro Helvetia Schweizerische Kulturstiftung
Christian Meyer, Abt OSB Kloster Engelberg
«MEHR RANFT – Nach 600 Jahren Geburt von Niklaus von Flüe macht dieses MEHR RANFT Sinn. In unserer hektischen und uns aufreibenden Welt brauchen wir Ruheinseln wie den Ranft. Bruder Klaus ist in die Tiefe hinabgestiegen. Wagen wir immer wieder den Abstieg in die ruhende Tiefe, um gestärkt hervorzugehen.»
Christian Meyer, Abt OSB Kloster Engelberg
Paul Niederberger, alt Ständerat NW, Präsident Inländische Mission
«Auch nach 600 Jahren ist uns Bruder Klaus Vorbild und Stütze. Lange hat er mit sich, mit seiner Frau und seiner Familie und mit Gott gerungen, bis er den richtigen Weg gefunden hat. Seine tiefgreifenden Werte wie Toleranz und Bescheidenheit sind zeitlos.»
Paul Niederberger, alt Ständerat NW, Präsident Inländische Mission
Peter Schmid, alt Regierungsrat BE
«Niklaus von Flüe gehört für mich zu jenen, denen wir unser vielfältiges Staatswesen zu verdanken haben. Er hat es gefestigt, verbunden und christlich verankert. „Einander gehorsam sein“, das heisst, aufeinander zu hören, ist die Grundlage eidgenössischer Zusammengehörigkeit.»
Peter Schmid, alt Regierungsrat BE
Bruno Thürig, Direktor Obwaldner Kantonalbank
«MEHR RANFT verstehe ich persönlich auch als Nachhaltigkeit in ihrer Gesamtheit, also in der langfristigen Balance von ökonomischen, ökologischen und sozialen Aspekten. Ich hoffe, dass das Leitmotiv MEHR RANFT 2017 ganz viele Menschen inspiriert, über Nachhaltigkeit nachzudenken.»
Bruno Thürig, Direktor Obwaldner Kantonalbank
Luc Humbel, Präsident Röm.-Kath. Zentralkonferenz der Schweiz
«Das Wirken von Niklaus von Flüe war für die Kirche und die gesamte Gesellschaft noch selten so brisant und visionär wie heute.»
Luc Humbel, Präsident Röm.-Kath. Zentralkonferenz der Schweiz
Dr. Heidi Z' graggen, Präsidentin Zentralschweizer Regierungskonferenz
«Weit vor der Etablierung des Erfolgsmodells Schweiz mit Kompromiss und Konkordanz gab uns Niklaus von Flüe den wichtigen Rat mit auf den Weg: Aufeinander horchen und einander gehorchen. MEHR RANFT bedeutet für mich mehr denn je, dass wir aufeinander horchen und einander gehorchen sollen – für Frieden, Gerechtigkeit, Freiheit und Wohlergehen.»
Dr. Heidi Z' graggen, Präsidentin Zentralschweizer Regierungskonferenz
Bundesrätin Doris Leuthard
«Ohne das Einverständnis seiner Frau ist der Lebensweg von Niklaus von Flüe nicht denkbar. Es freut mich, dass im Gedenkjahr 600 für Niklaus von Flüe auch die Bedeutung von Dorothee Wyss in Erinnerung gerufen und gewürdigt wird.»
Bundesrätin Doris Leuthard
Bischof Charles Morerod, Präsident Schweizer Bischofskonferenz
«En Suisse, on se souvient notamment de son rôle crucial pour éviter une guerre civile lors de l'entrée de Fribourg et Soleure dans la Confédération: on voit là l'impact que peut avoir un saint sur l'ensemble de la société. Je peux aussi témoigner que le saint patron de la Suisse est très connu à l'étranger, et est justement perçu comme un saint particulièrement "original".»
Bischof Charles Morerod, Präsident Schweizer Bischofskonferenz
Kardinal Kurt Koch
«Das politische Wunder von Stans im Jahre 1481, Niklaus von Flüe's Friedenstiftung zwischen den arg zerstrittenen Eidgenossen damals an der Tagsatzung in Stans, ist ohne das religiöse Wunder im Ranft, seine tiefe Verwurzelung in Gott, den er den "Frieden" nennt, gar nicht denkbar gewesen. Religiöse Innerlichkeit und politische Verantwortung bildeten bei Bruder Klaus eine unlösbare Einheit, die uns Christen auch heute herausfordert.»
Kardinal Kurt Koch
Dr. Gottfried Locher, Ratspräsident Schweizerischer Evangelischer Kirchenbund
«Nimm alles von mir, was mich hindert zu dir: Niklaus von Flüe hat Frieden gestiftet, im Herzen und im Land. Lassen wir uns vom Glauben des Einsiedlers anstecken!»
Dr. Gottfried Locher, Ratspräsident Schweizerischer Evangelischer Kirchenbund
Prof. Dr. Claus Hipp
«Die Oberflächlichkeit ist eine Sünde unserer Zeit. Da kann der Weg in die Tiefe des Ranfts eine Vertiefung des eigenen Lebens, aber auch des Gebetes bringen. Manche Entscheidung reift im Tiefgang besser. Es ist nur ein kurzer Weg vom Flüeli in den Ranft – aber dieser kurze Weg hat es in sich. Gestärkt kommt man wieder herauf. Ich wünsche allen die Erfahrung von MEHR RANFT für ihr Glaubens-Leben.»
Prof. Dr. Claus Hipp
Dominique de Buman, Nationalrat FR
« Lorsqu’à tous les niveaux de l’Etat – communes, cantons et Confédération – nous dirigeons notre pays en intégrant toutes les sensibilités à l’exercice du pouvoir, nous suivons l’exemple de Frère Nicolas qui, en 1481, a réconcilié villes et campagne en les convaincant d’étendre le partage de leur idéal commun à Fribourg et Soleure. »
Dominique de Buman, Nationalrat FR
Chiara Simoneschi-Cortesi, alt Nationalrätin TI
«Nicolao della Flüe potrebbe giocare un ruolo importante anche oggi come mediatore tra le regioni linguistiche e culturali, tra le diverse confessioni e persone in tutto il mondo e appartenenti a tutti gli stati sociali.»
Chiara Simoneschi-Cortesi, alt Nationalrätin TI
Karl Vogler, Nationalrat OW
«MEHR RANFT – berührendes Leitmotiv des Gedenkjahres. Synonym für ein Mehr an persönlicher Genügsamkeit, weniger Eigennutz und Ich-Bezogenheit. Und vor allem: ein Mehr an Frieden und Gemeinsamkeit in Gesellschaft und Politik. Nicht nur im Gedenkjahr unseres Landesheiligen.»
Karl Vogler, Nationalrat OW
Erich Ettlin, Ständerat OW
«Bruder Klaus ist präsent. Er prägte Obwalden nicht nur in der Vergangenheit, seine Präsenz ist immer noch spürbar. Kein Obwaldner Stammbaum, der nicht irgendwo bei ihm beginnt. Damit bleibt auch die Verbindung seiner Person und seines Wirkens in die Gegenwart und zu den heute lebenden Obwaldnerinnen und Obwaldnern stark – eben: präsent.»
Erich Ettlin, Ständerat OW
Franz Enderli, Präsident Trägerverein «600 Jahre Niklaus von Flüe»
«Niklaus von Flüe steht für eine Welt, die sich mit Werten der Tiefe, der echten Begegnungen und der Bescheidenheit auseinandersetzt. Mit der Botschaft MEHR RANFT möchten wir alle einladen, sich intensiv mit Fragen nach den bedeutenden Werten im Leben zu beschäftigen.»
Franz Enderli, Präsident Trägerverein «600 Jahre Niklaus von Flüe»
Peter von Matt, Prof. em. Dr Neuere deutsche Literaturwissenschaft
«Bruder Klaus hat eine Schlüsselfunktion für die politische Versöhnungskultur der Schweiz. Das heisst für den Willen, es innenpolitisch nie auf den letzten, selbstzerstörerischen Bruch ankommen zu lassen.»
Peter von Matt, Prof. em. Dr Neuere deutsche Literaturwissenschaft
Beat Hug, Beauftragter Trägerverein «600 Jahre Niklaus von Flüe»
«Wir wünschen uns eine dynamische Entwicklung des Gedenkjahres unter Beteiligung möglichst vieler und breiter Kreise im ganzen Land. Niklaus von Flüe ist für alle da.»
Beat Hug, Beauftragter Trägerverein «600 Jahre Niklaus von Flüe»
Margret Omlin, Konzept Leitmotiv Mehr Ranft
«Heute sagt Papst Franziskus, dass wir uns wieder dem Wesentlichen zuwenden müssen. Im Kern geht es immer um dasselbe: Um elementare Fragen das Menschseins. Was ist wirklich wichtig?»
Margret Omlin, Konzept Leitmotiv Mehr Ranft
Peter von Matt, Prof. em. Dr Neuere deutsche Literaturwissenschaft
«In Zeiten der Not und der Verunsicherung rückte sein Bild immer wieder ins Bewusstsein. Er besass und besitzt den Respekt beider Konfessionen.»
Peter von Matt, Prof. em. Dr Neuere deutsche Literaturwissenschaft
Margret Omlin, Konzept Leitmotiv Mehr Ranft
«Bruder Klaus hat mitten im Leben gestoppt, um endlich zum Wesentlichen zu kommen – mit grossem Unbehagen gegenüber den Entwicklungen seiner Zeit. Er ist quasi implodiert. Der Ranft ist nicht Versteck, sondern der Ort, um zu sich zu kommen. Der Ranft steht für das radikal Wesentliche, das Leise.»
Margret Omlin, Konzept Leitmotiv Mehr Ranft
Volker Reinhardt: Die Geschichte der Schweiz, Prof. Dr. Geschichte der Neuzeit
«Im Gegensatz zur Tell-Legende hat der Bruder Klaus-Mythos einen harten historischen Kern.»
Volker Reinhardt: Die Geschichte der Schweiz, Prof. Dr. Geschichte der Neuzeit
Peter von Matt, Prof. em. Dr Neuere deutsche Literaturwissenschaft
«Wenn man Niklaus von Flüe gerecht werden will, darf man das Fremde, das Rätselhafte auch, das um die Figur ist, nicht unterschlagen.»
Peter von Matt, Prof. em. Dr Neuere deutsche Literaturwissenschaft
Sr. Thomas Limacher: Kraft, die aus der Tiefe kommt, Pfarreiblatt Obwalden
«Der Ranft wurde sein Ort des vertieften inneren Weges. Dort holte er sich die Kraft aus der Tiefe, und in der Einsamkeit in seiner Herzmitte.»
Sr. Thomas Limacher: Kraft, die aus der Tiefe kommt, Pfarreiblatt Obwalden
Carl Gustav Jung: Gesammelte Werke, 11
«Niklaus von Flüe ist der einzige hervorragende schweizerische Mystiker von Gottes Gnaden, der un-orthodoxe Urvisionen hatte und unbeirrten Auges in die Tiefen jener göttlichen Seele blicken durfte, welche alle durch Dogmatik getrennten Konfessionen der Menschheit noch in einem symbolischen Archetypus vereinigt enthält.»
Carl Gustav Jung: Gesammelte Werke, 11
Robert Knüsel, Flüeli-Ranft
«Die Botschaft, die von dem gestrengen Asketenleben des Klausners in die Welt ausstrahlt, lehrt nicht die Verachtung des Lebens, sondern den rechten Umgang mit dem Leben, der erst gewonnen wird, wenn die wahrhaftig unendliche Tiefe, die ewige Bedeutung aller Dinge wenigstens erahnt wird!»
Robert Knüsel, Flüeli-Ranft
Heinrich Federer, 1921
«Der Bruder Klaus ist viel zu gross, um nur Obwaldner zu sein. Er ist zu gross sogar für einen Eidgenossen. Er gehört der ganzen Welt.»
Heinrich Federer, 1921

Trägerverein «600 Jahre Niklaus von Flüe»